Domain-Umzug ohne Probleme – Schritt für Schritt Anleitung

Nicht immer hat man zum Start der eigenen Website den besten Hosting-Anbieter gewählt oder man bezahlt zu viel Geld. Deshalb steht irgendwann der Domain-Umzug an.

Da man bereits eine laufende Website hat, möchte man dabei allerdings keine Fehler machen.

Deshalb gehe ich in diesem Artikel Schritt für Schritt den Domain-Umzug durch, gebe Tipps und schildere meine Erfahrungen.

Domain-Umzug ohne Probleme

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Die folgende Schritt für Schritt Anleitung beinhaltet die grundlegende Vorgehensweise und praktische Tipps von mir.

Allerdings ist der technische Background bei jedem Hosting-Provider ein wenig anders aufgebaut, weshalb du vor dem Umzug nochmal bei deinem alten und neuen Provider nachschauen solltest. Dort finden sich oft Hilfe-Artikel zum Domain-Umzug, die auf die ggf. vorhandenen Besonderheiten eingehen.

Die folgende Methode hat bisher problemlos bei meinen Lieblingshostern All-Inkl und DomainFactory funktioniert. So habe z.B. ich meinen größten Blog selbstaendig-im-netz.de ohne Probleme zu DomainFactory umgezogen.

Domain-Umzug – Schritt für Schritt Anleitung

Im Folgenden gehe ich alle Schritte durch, die bei einem erfolgreichen und problemlosen Domain-Umzug zu beachten sind:

  1. Backup erstellen

    Bevor du überhaupt irgendwas bzgl. des Domain-Umzugs machst, musst (!) du ein Backup machen.

    Zum einen machst du von allen Dateien deiner Website per FTP-Tool ein Backup und lädst diese herunter. Zum anderen machst du direkt in der Datenbank-Verwaltung (meist phpMyAdmin) ein Backup deiner Datenbank und lädst auch diese auf deine Festplatte herunter.

    Zur Sicherheit kannst du zusätzlich ein Backup mit Hilfe eines Plugins (bei WordPress z.B. mit BackWPup) machen. Damit sichert man Dateien und Datenbank gleichzeitig.

    Direkt nach dem Backup solltest du die Möglichkeit Kommentare abzugeben bzw. andere User-Generated Inhalte vorübergehend deaktivieren. Sonst kann es passieren, dass während des Umzugs Kommentare eingehen, die dann nach dem Umzug fehlen, da sie ja nicht im Backup drin waren.

  2. Auth Code anfordern

    Als nächstes forderst du bei deinem alten Hosting-Provider den AuthCode für die Domain an, die du umziehen willst.

    Diese braucht man dann beim neuen Hoster, um überhaupt die Domain übertragen zu können.

  3. Neuen Hosting-Tarif mieten

    Wenn du es noch nicht gemacht hast, ist es jetzt an der Zeit den neuen Hosting-Tarif zu mieten. Allerdings noch ohne Übernahme deiner Domain.

    Such dir dazu einen Hoster aus, bei dem du dann wirklich dauerhaft bleiben willst.

  4. Website beim neuen Hoster aufsetzen

    Anschließend baust du deine Website im neuen Hosting-Tarif auf. Dazu lädst du dort die Dateien deiner Website per FTP hoch. Zudem importierst du dort deine gesicherte Datenbank.

    Nun musst du ein paar neue Daten hinterlegen, z.B. die neuen Datenbank-Zugangsdaten in der wp-config.php bei WordPress.

  5. Website testen

    Nun solltest du testen, ob deine Website auch beim neuen Hoster problemlos läuft. Dazu nutzt du eine Übergangs-Domain, die der neue Hoster bereitstellt. Das funktioniert meist recht problemlos. Teilweise ist es allerdings nötig die Übergangsdomains vorübergehend in den Einstellungen der Website zu hinterlegen.

    Allerdings solltest du nach dem Testen wieder die richtige Domain eintragen, damit die Website nach dem Domain-Umzug sofort wieder funktioniert.

  6. Domain umziehen

    Funktioniert die Website beim neuen Hoster, ist es an der Zeit die Domain zu übertragen. Dafür beantragst du in deinem Hoster-Backend beim neuen Hoster die Domain. Diese wird geprüft und dann kommt die Meldung, dass die Domain schon registriert ist.

    Dann wirst du dazu aufgefordert den AuthCode einzugeben. Ist das erledigt, dauert der Domain-Umzug von alten zum neuen Hoster meist 24-48 Stunden.

  7. Website erneut testen

    Ist die Domain übernommen worden, dann sollte die Website beim neuen Hoster sofort laufen und Besucher der Website den Umzug im Idealfall gar nicht bemerkt haben.

    Dennoch solltest du nochmal genau alle Funktionen testen (und z.B. deine eMail-Adressen neu einrichten), bevor du beim alten Hoster die Dateien und die Datenbank deiner Website löscht.

Mit diesen Schritten sollte der Domain-Umzug zu einem neuen Hosting-Provider problemlos klappen.

Möchtest du übrigens nur eine Domain umziehen, ohne Website, dann reichen die Schritte 2, 3 und 6.

Hilfreiches WordPress-Plugin

Für WordPress-Nutzer gibt es ein nützliches Plugin, welches das Klonen von kompletten Websites erlaubt. Es heißt Duplicator und ist auch beim Umzug sehr hilfreich.

Damit kannst du einfach die alte Website klonen und beim neuen Hoster dann 1:1 erstellen. Danach brauchst du nur noch die Domain umziehen, wie oben beschrieben, und die Einstellungen bzgl. der Domain in WordPress anpassen.

Wie lief der Domain-Umzug bei dir?

Zum Abschluss dieses Artikels würde mich natürlich sehr interessieren, wie der Domain-Umzug bei dir verlaufen ist und welche Erfahrungen bzw. Tipps du mit uns teilen kannst.

Hast du schon mal einen Domain-Umzug vorgenommen?

Ergebnisse

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1 Gedanke zu „Domain-Umzug ohne Probleme – Schritt für Schritt Anleitung“

  1. Was mich regelmäßig beeindruckt ist, dass die meisten Webhoster nun auch Umzugservice im Angebot haben.

    Damit sind Programme die einen direkten Transfer von FTP zu FTP ermöglichen (bspw. per FTPRush, dass ich für den Umzug eines NAS auch lokal gerne einsetze) oder die lokale Zwischenkopie des IMAP Konto nicht unbedingt mehr erforerlich.

    Hier wird per Umzugservice IMAP inklusiver aller Unterordner, Datenbank und FTP angeboten und es funktioniert erstaunlich gut, selbst wenn dieses unterschiedliche Webhostinganbieter sind.

    Ein wichtiger Punkt beim letzten Umzug war erneut wieder das bestehende IMAP Postfach inklusiver aller Unterordner, so dass ich bis heute sehr froh darüber bin mich dazu entschlossen zu haben Mail und Webhosting getrennt zu betreiben.

    Als weiteren Tipp hätte ich ggf. noch, auch um Ausfallzeiten zu vermeiden, den Umzug über eine zweite URL zu veranlassen. Ich hatte für ein ehrenamtliches Projekt ein eigenentwickeltes CMS zu WordPress gewechselt, da künftig auch andere die Seite pfleegen sollen. Da war es sehr praktisch dank relativer Pfadangaben die Inhalte über eine andere URL erst einmal testen zu könenn und später dann nur noch die Domain umziehen zu müssen.

    Sicherlich war dieses ein wenig zeitlich und arbeitsintensiv mehr Aufwand aber im Ergebnis bin ich sehr froh darüber diese Möglichkeit genutzt zu haben.

    Für meine eigene Seite war der letzte Umzug etwas hektisch gelaufen, da der damalige Webhoster sein Geschäft aufgegeben hatte und so in einen relativ knappen Zeitraum geschaut werden musste wie die Daen übertragen und welche Dienste hier noch künftig gebraucht werden. Inhaltlich war dieses gleichzeitig ein wenig digitaler Frühjahrsputz aber ein geplantes Vorgehen ist immer eine wesentlich bessere Vorgehensweise und gerade bei Webangeboten sollte hier ja auch das Thema Backup ein relevantes Thema sein, so dass durch ein gutes Backup ein erster großer Schritt für einen möglichen Umzug schon erfüllt ist :-).

    Viele Grüße und einen schönes Wochenende
    Andreas Unkelbach

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