So kannst du mit Caching den Server entlasten, die Website schneller machen und Geld sparen!

So kannst du mit Caching den Server entlasten, die Website schneller machen und Geld sparenWas Caching ist und wie du damit deinen Server entlasten und deine Website schneller machen kannst, schildere ich in meinem heutigen Artikel.

Neben praktischen Tipps zur Umsetzung des Caching (inkl. Plugin-Empfehlungen) gehe ich ebenfalls darauf ein, wie du dadurch Geld sparen kannst.

Warum lohnt sich Caching?

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Das ist eine gute Frage, denn am Ende geht es darum die eigene Website zu verbessern oder andere Vorteile zu haben. Niemand nutzt Caching, nur weil es angesagt ist.

Wer ein Content Management System, wie WordPress, nutzt, der weiß, dass der Server relativ viel Arbeit bei jedem Seitenaufruf hat. Die einzelnen Seiten müssen mit Inhalten aus der Datenbank jedesmal zusammengebaut werden. Das hat Vorteile, wie z.B. dynamische Elemente, aber gerade bei sehr vielen Besuchern in kurzer Zeit kann das den Server ganz schön belasten und die Website leidet darunter.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei einem Besucheransturm eine Website nur langsam oder gar nicht mehr aufrufbar ist, weil der Server es einfach nicht schafft die vielen Anfragen zu verarbeiten.

Neben leistungsfähigem Hosting bietet hier vor allem das Caching eine gute Möglichkeit, den Server zu entlasten und eine schnelle Website zu garantieren.

Wie funktioniert Caching auf der Website?

Das ist eigentlich recht einfach, auch wenn es hier unterschiedliche technische Ansätze gibt.

Im Grunde wird eine Seite (oder ein Artikel…) ganz normal beim Aufruf durch einen Besucher generiert. Dann aber wird daraus eine statische HTML-Seite gemacht, die auf dem Server zwischengespeichert wird für einen gewissen Zeitraum. Ruft danach ein weiterer Besucher diese Seite auf, dann wird einfach diese fertige HTML-Datei ausgegeben, anstatt die Seite wieder neu zu generieren. Das spart eine Menge Ressourcen.

Neben der Einstellung einer gewissen Zeit, kann man auch andere Trigger nutzen, wann eine gecachte Seite neu erstellt werden soll. So kann man zum Beispiel festlegen, dass eine Seite neu generiert wird, wenn ein Kommentar angegeben wurde oder wenn ein neuer Artikel auf der Website erschienen ist.

Wie man das auch immer einstellt, wichtig ist beim Caching, dass bei einem Großteil der Aufrufe von Seiten und Artikel die gecachte Version ausgeliefert wird.

Geld sparen mit Caching?

Doch eine schnelle Website ist nicht alles. Es macht auch Sinn Geld zu sparen, denn wenn man Hosting nutzt, muss es nicht der teure Managed Server sein, oft reicht auch ein günstigeres Webhosting-Paket.

Wenn man das Caching richtig eingerichtet hat, dann muss der Server viel seltener Artikel/Seiten aus der Datenbank generieren, was bedeutet, dass er weniger leistungsfähig sein muss.

Auf diese Weise kann man bares Geld sparen. So bin ich mit selbstaendig-im-netz.de von einem Managed Server auf den Business-Hosting-Tarif von Alfahosting* umgestiegen und habe durch das Caching keine Leistungseinbußen. Aber ich bezahle statt 160 Euro im Monat nun nur noch 20 Euro im Monat. Das bedeutet Einsparungen von 1.680 Euro im Jahr!

So kannst du mit Caching deinen Server entlasten

Doch wie aktiviert man das Caching für die eigene Website. Da gibt es natürlich unterschiedliche Wege, aber am einfachsten ist es mit einem Plugin, wenn man WordPress nutzt.

Caching-Plugins

Ich habe in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe an Caching Plugins für WordPress getestet und deren Vorteile und Nachteile kennengelernt. Im Folgenden stelle ich diese vor.

WP Fastest Cache

WP Fastest Cache - Caching-PluginWP Fastest Cache ist mein Caching-Plugin der Wahl aktuell. Ich habe es vor ein paar Jahren zum ersten mal eingesetzt und nutze es mittlerweile auf allen meinen Websites.

Dabei gibt es 2 Möglichkeiten. Die kostenlose Version gibt es im WordPress-Plugin Verzeichnis und man kann sie sehr einfach über den WordPress-Admin installieren. Die Einstellungen und die Leistung reicht für kleine bis mittlerweile Websites auf jeden Fall aus. Ich nutze die kostenlose Version zum Beispiel in meinen Nischenwebsites.

Bei größeren Websites und Blogs kommt bei mir die Premium-Version zum Einsatz. Für $49,99 bekommt man hier das volle Paket und kann das Caching Plugin auf einer Website nutzen. Dann sind bessere Minify-Funktionen enthalten, genauso wie Bildoptimierung, Database Cleanup und mehr.

Ich bin mit diesem Plugin sehr zufrieden, denn es funktioniert zuverlässig, ist schnell und man kann zum Beispiel einstellen, dass automatisch die gecachten Seiten erstellt werden und wenn das Plugin einmal durch ist, fängt es auf Wunsch wieder von vorn an. Zudem finde ich die Einstellungsmöglichkeiten einfach und gut erklärt.

WP Super Cache

Viele Jahre hatte ich das Plugin WP Super Cache im Einsatz. Das hat soweit auch gut funktioniert, aber irgendwann merkte ich, dass es nicht ganz so optimal ist.

Es ist relativ aufgeblasen und bringt Funktionen mit, die ich nicht gebraucht habe. Zudem haben Tests gezeigt, dass es zumindest auf meinen Websites nicht so effizient war, wie WP Fastest Cache.

W3 Total Cache

Das gleiche kann ich auch zu W3 Total Cache sagen. Das ist wohl das umfangreichste Plugin und ist sehr beliebt. Die Feature-Liste ist sehr lang und beinhaltet unter anderem CDN-Unterstützung, AMP, SSL, CSS Optimierung und mehr.

Aber auch das war mir dann irgendwann zu viel und ich habe in Tests gemerkt, dass WP Fastest Cache für mich einfach besser funktioniert hat. Dennoch ein empfehlenswertes und sehr beliebtes Plugin.

WP Cache Enabler

Das einfachste Cache-Plugin in dieser Liste ist sicher WP Cache Enabler. Dieses Plugin hat fast keine Einstellungsmöglichkeiten und arbeitet dennoch sehr zuverlässig.

Wer einfach nur Caching haben möchte, aber sich damit nicht näher beschäftigen will, sollte dieses Plugin mal anschauen.

WP Rocket

Selber habe ich bisher keine Erfahrungen mit dem kostenpflichtigen WP Rocket sammeln können, aber man liest viel positives darüber.

Welches WordPress Caching-Plugin setzt du ein?

Ergebnisse

Was ist mit dem Browser Cache?

Serverseitiges Caching ist genau das, was ich hier beschrieben habe. Doch es gibt auch Browser Caching. Damit ist gemeint, dass der Browser des Besuchers bestimmte Dinge zwischenspeichert, damit diese nicht jedes mal vom Server geladen werden müssen.

Das können Bilder sein (z.B. das Logo, welches auf jeder Seite erscheint) oder auch CSS-Dateien. Man kann manuell in der .htaccess Datei solche Caching Befehle einfügen, aber viele Plugins, wie auch WP Fastest Cache, übernehmen das.

Wer also ein gutes Caching-Plugin nutzt, deckt auch das Browser Caching damit ab.

Fazit

Ich würde heute keine Website mehr ohne Caching betreiben, auch wenn es natürlich Ausnahmen geben kann (sehr dynamische Websites, die sich ständig ändern).

Caching ermöglicht es auch relativ große Websites (ich habe teilweise mehr als 100.000 Besucher im Monat) mit relativ günstigem Webhosting zu betreiben.

Wie sind eure Erfahrungen und welche weiteren Tipps könnt ihr geben?

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